Geschmackvolle und ungewöhnliche Möbel sind ein Ausdruck ganz persönlichen Lebensgefühls. Zu teuer? - Vielleicht haben Sie ja ein Möbelstück aus Omas Zeit. Es macht nichts, wenn seine Funktionstüchtigkeit und sein Erscheinungsbild zunächst zu wünschen übrig lassen, denn mit etwas Geschick und Geduld können Sie es selbst restaurieren.

Restaurierungskurs

Für unser Kurse ungeeignet ........

Warum Weichholzmöbel, bemalte Möbel und Möbel nach 1920 für unsere Kurse nicht geeignet sind.

Wir haben in Laufe der Zeit, seitdem wir Kurse anbieten, die Erfahrung gemacht, dass manche Möbel nicht in unserer Werkstatt restauriert bzw. bearbeitet werden können.

Das hat nichts mit den Möbeln an sich zu tun, sondern mehr mit den anfallenden Arbeiten und den am Objekt befindlichen Materialien.

Hier einige Beispiele:

Weichholzmöbel:

In der Regel sind diese mit deckenden Farbschichten überzogen und benötigen das Entlacken (Abbeizen, Ablaugen); danach muß die im Holz befindliche Lauge mit Säure neutralisiert werden. Diese Arbeit kann aus Umweltschutzgründen und Gründen des Arbeitsschutzes in unsere Werkstatt nicht gemacht werden. Das Holz des Möbels muß zur weiteren Barbeitung wieder trocken sein. Zudem ist die Staubentwicklung bei der Oberflächenbearbeitung erheblich.

Bemalte und gefasste Möbel:

Es bedarf eine Untersuchung der vorhandenen Farbschichten, um mit den geeigneten Materialien etwaige Schäden fachgerecht zu ergänzen. Zudem sind die Trocknungszeiten der einzelnen Mal-/ Kreideschichten einzuhalten, das ist in der knappen Kurszeit nicht zu machen.

Das gleiche gilt für Vergoldungen u.ä.

Möbel nach 1920 bzw. sog. Stilmöbel:

immer öfter werden für die Kursteilnahme Objekte vorgestellt, die keine Antiquitäten sind, sondern im 20.Jahrhundert gemacht wurden und damals als Stilmöbel im Möbelhandel verkauft wurden. Bei diesen Möbeln haben wir das Problem, dass die verwendeten modernen Materialien in ihrer Vielfalt entweder labil oder außerordentlich beständig sind.

- Leime, Lacke und Beizen sind schwer bzw. nicht lösbar.

- Manche Leime und Lacke haben sich dagegen auch schon von selbst zersetzt.

- Die Verbundmaterialien (Sperrholz, Tischlerplatte, Spanplatte, usw.) im Möbel sind meist ebenso am Auflösen.

Die in unserer Restaurierung eingesetzten Glutinleime, Schelllacke, Beizen, vertragen sich auch nicht immer mit den vorhandenen modernen chemischen Materialien, so dass unvorhersehbare Wechselwirkungen entstehen können.

Aus diesen Gründen wird von uns vor der Teilnahmebestädigung um eine Vorstellung des von Ihnen ausgewählten Möbels / Objekts per Bilder gebeten, um die Eignung bzw. Substanz zu beurteilen.